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Das
Projekt "Schulmediation" entstand 2002 im Rahmen der "Kinder- und
Jugendanwaltschaft Wien". Anita Bilek (Mediatorin und Volksschullehrerin)
hatte die Idee dazu und Sonja Wendel (Mediatorin und seit Jahren im Bezirk tätig)
setzte sich für die Kooperation mit der Kinder - und Jugendanwaltschaft ein.
Hans Benke (Bezirksvorsteher zu dieser Zeit) war davon begeistert; er kannte Mediation
von dem Konzept "Mediation an Schulen", das Andrea Buczko (Mediatorin,
systemische Coach und Beratungslehrerin) für Peers und für erwachsene
professionelle Mediatoren erstellt und zunächst an einer Pflichtschule umgesetzt
hatte. In der Folge wurde die Kinder-
und Jugendanwaltschaft vom Bezirk beauftragt, Mediation an den Schulen des Bezirks
zu implementieren. Dr. Anton Schmid (Kinder- und Jugendanwalt) und Monika Korber
(Mediatorin und Psychotherapeutin) übernahmen die Erstellung des Konzeptes
und die Leitung des Pilotprojektes. Bald darauf fand der 9. Bezirk den politischen
Konsens Schulmediation allen Schulen des Bezirkes zu ermöglichen. Auch die
aktuelle Bezirksvorsteherin Martina Malyar (diplomierte Pädagogin) unterstützte
von Beginn an dieses Projekt voll.
In der Folge wurde professionelle Schulmediation
für weitere Bezirke adaptiert und leistet seither einen wesentlichen demokratie-
und gesellschaftspolitischen Beitrag. | Die
koordinierte Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen des psychosozialen
Feldes ist hilfreich. Mit folgenden Institutionen bzw. spezifischen Einrichtungen
gab es aus Anlassfällen Kooperationen:
Amt
für Jugend und Familie: in einigen Fällen war das Amt für
Jugend und Familie bereits mit dem betroffenen Kind / Familie befasst verschiedene
Beratungsstellen
(z.B. Familienberatungsstelle, Männerberatung) Institut
für Erziehungshilfe Kinder-
und Jugendanwaltschaft bzw. Soforthilfe der KJA Boje
— Akuthilfe für Kinder und Jugendliche in Krisen Jugendzentrum
andere
Ein langfristiges Ziel ist es, die Konfliktkultur
an Schulen zu verändern. Statt Gewinner-Verlierer-Denken
soll win-win-Denken gefördert werden. Dadurch können
sowohl das Schul- und das Klassenklima deutlich verbessert, aber auch die Schulleistungen
und soziale Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen erhöht werden. Dies ist
ein langfristiger gesellschaftlicher Gewinn, der präventiv wirkt und auf
vielen Ebenen Kosten sparen kann.
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